Was jeden Hobbyfotografen und natürlich auch jede Hobbyfotografin beschäftigt ist die Frage, wie man sich fotografisch verbessern kann. Die meisten kommen dabei zu dem Schluss, dass es an der notwendigen Technik fehlt. Egal ob die Kamera zu schlecht oder das vermeintlich benötigte Objektiv zu teuer ist, die Technik ist immer eine willkommene Ausrede.

10 Tipps, die deine Fotos sofort verbessern

Dabei spielt die Technik eigentlich nur eine untergeordnete Rolle. Viel wichtiger ist es, einige Gestaltungsregeln zu beachten. Ich hab heute 10 Tipps für dich zusammengestellt, die deine Fotos sofort verbessern werden. Ich bin sicher, dass du einige davon noch nicht kennst!

Emotion im Bild hat immer Vorrang!

Bevor ich mit dem ersten Tipp loslege möchte ich dir aber noch eine ganz, ganz wichtige Sache mit auf den Weg geben. Emotion geht immer vor. Das bedeutet, wenn du einen emotionalen Moment festhalten kannst, dann sticht dieser alles andere aus.

Tipp 1:

Achte darauf, dass du immer eine ungerade Anzahl an Objekten im Bild hast. Unterbewußt nehmen wir dies als spannender wahr. Das könnte beispielsweise so aussehen.

Tipp 2:

Fotografiere Formatfüllend. Achte darauf, dass dein Motiv dein Bild so gut wie möglich ausfüllt. Vergiss aber nicht, dass dies auch Elemente mit einschließen soll, die helfen die Geschichte zu erzählen.

Tipp 3:

Fotografiere immer am Höhepunkt der Aktion. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Ausblasen der Kerzen auf der Geburtstagstore. Dabei ist die Zeit vor dem Ausblasen genau so langweilig wie der Zeitpunkt zu dem die Kerzen bereits aus sind und der Rauch sich verzogen hat. Spannend ist jener Moment in dem das Kind mit geblähten Wangen und erwartungsvollem Gesichtsausdruck alles daran setzt alle Kerzen auf einmal auszublasen. Auch sehr plakativ ist das ganze am Beispiel eines Pfaus.

Tipp 4:

Objekte freistellen durch Schärfentiefe. Wir alle mögen Fotos, auf denen der „Hauptdarsteller“ eindeutig von Hintergrund getrennt ist. Das erreichen wir in der Fotografie durch die sogenannte Schärfentiefe. Diese erreichst du durch eine sehr offene Blende (also eine kleine Blendenzahl). Solltest du kein besonders lichtstarkes Objektiv haben, kannst du den Effekt durch Zoomen verstärken.

Tipp 5:

Objekte voneinander trennen. In den meisten Fällen sind Fotos auf denen alle Objekte erkennbar sind besser, als Fotos auf den die einzelnen Objekte einander verdecken und so den Eindruck vermitteln zu einem einzigen zu verschmelzen. Dies erreichst du, in dem du deinen Standort änderst. Oft reichen ein paar Schritte nach links oder rechts und schon sind die Objekte getrennt. So wie auf diesem Foto. Jede der Statuen ist sichtbar und verdeckt keine andere.

Tipp 6:

Rahme deine Motive ein! Ein kleiner, aber sehr beliebter Trick ist das Einrahmen von Motiven. Dabei kann alles als „Rahmen“ dienen, was deinen „Hauptdarsteller“ umschließt. Beliebtes Beispiel sind Blätter, Äste oder Bäume. Schau mal hier…

Tipp 7:

Leading Lines. Ein sehr bekannter aber dennoch wichtiger Tipp. Linien die zum Motiv gehen sorgen dafür, dass unser Blick geführt wird. Schau mal, so könnte das aussehen.

Tipp 8:

Sorge dafür, dass der Betrachter das Gefühl hat in der Szene zu sein. Am einfachsten erreichst du das, indem du deine Motive immer auf Augenhöhe fotografierst. Nicht deine Augenhöhe, sondern die deines Motivs. Wenn du beispielsweise deinen Hund auf dessen Augenhöhe fotografierst bekommst du ein viel stärkeres Foto, als wenn du ihn von oben fotografiert hättest.

Tipp 9:

Rule of Thirds – die Drittelregel. In erster Linie geht es dabei darum, dein Motiv nicht in der Mitte deines Bildausschnittes zu positionieren, sondern an einer der Drittellinien deines Fotos. Ganz einfach, aber enorm wirkungsvoll. Vor allen, weil ist alle modernen Kameras inkl. der Kamera deines Smartphones die Möglichkeit bieten, die Drittellinien im Sucher/Display bereits beim Fotografieren einzublenden. Auch hierzu hab ich natürlich ein Beispiel zum einfacheren Verständnis für dich. Stell dir vor, du fotografierst einen Sonnenuntergang. Wenn der Himmel voller Wolken ist, die in den schönsten Rottönen leuchten und sich im Vordergrund eine Wiese befindet, die eher langweilig ist, dann sollte dein Bild zu einem Drittel aus langweiliger Wiese und zu zwei Dritteln aus dem tollen Himmel bestehen. Ist jedoch der Himmel wolkenlos und gleichmäßig gefärbt, dafür der Vordergrund super spannend, dann ist es natürlich umgekehrt.

Tipp 10:

Achte auf gutes Licht! Und damit mein ich nicht, dass dein Motiv möglichst hell beleuchtet sein soll. Nein, damit meine ich, dass du zu Zeiten fotografieren sollst, zu denen dein Motiv im schönsten Licht erstrahlt. Jetzt die schlechte Nachricht, dies ist meist kurz vor und bei Sonnenaufgang, bzw. rund um den Sonnenuntergang der Fall. Aber du wirst sehen, es lohnt sich.

Setzt doch einfach denen einen oder anderen Tipp um, wenn du das nächste Mal mit deiner Kamera auf der Jagd nach tollen Bildern bist und du wirst sehen, deine Fotos werden sofort besser sein.

Viel Spaß beim Umsetzen!
Christian

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