Hallo Leute,

heute gibts mal wieder einen kleinen Einblick in meine Arbeit. Reinhard Gussmagg, besser bekannt als GUSSMAGG-art, hat gesternn seine Ausstellung im Murpark eröffnet und ich hatte die große Ehre, die offiziellen Fotos dafür erstellen zu dürfen!

Ich möchte euch aber hier nicht nur einfach die Fotos präsentieren, sondern euch meinen Ansatz für das Fotografieren bei solchen Events erklären und euch meine 5 Toptipps zum Thema Eventfotografie präsentieren. Aber zuerst einige Bilder, die ihr euch in dieser Slideshow ansehen könnt…

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Jetzt möchte ich euch anhand einiger Beispiele erzählen, was ich in der Eventfotografie beachte.

Tipp 1 – Perspektive

Die folgende Perspektive seht ihr in den meisten Fotos. Einfach mal Kamera ans Auge, fokussiert und abgedrückt – ein klassischer Schnappschuss eben. Da ist zwar alles Entscheidende im Bild, es ist aber eben langweilig. Warum? Weil wir alle aus dieser Perspektive „sehen“.

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Verändert man jedoch seine Perspektive, wird das Bild nicht nur wesentlich spannender, sondern bekommt auf einmal mehr Dynamik. Außerdem achte ich bei meinen Bildern darauf, dass diese – wenn möglich – immer einen Vordergrund, das eigentliche Motiv im Mittelgrund und einen Hintergrund haben. Die Umsetzung zeigt das folgende Bild.

Gussmagg-Murpark-1

 

Tipp 2 – Details zeigen

Auch hier gilt es wieder, dem Bild Spannung zu geben. Die kann durch den Bildausschnitt, durch Linien und natürlich auch durch Schärfentiefe erreicht werden – um nur einige Dinge zu nennen. Hier einige Beispiele dafür…

Beispiel A – Bildausschnitt & Schärfentiefe

Trotz des engen Ausschnitts und der kleinen Schärfentiefe (offene Blende) ist eindeutig erkennbar, dass es sich um eine Ausstellung eines Künstlers – also um Bilder im weitesten Sinn – handelt!

Gussmagg-Murpark-2

 

 

Beispiel B – Linien

Die versetzt angeordneten Bilder erzeugen Linie, die immer tiefer ins Bild führen. Auch dadurch wird Spannung erzeugt. Alles einen Frage der Perspektive!

Gussmagg-Murpark-7

 

 

Tipp 3 – Menschen

Neben klassischen Gruppenfotos, die bei solchen Events für Presse, Präsentation und Co benötigt werden, ist es immer wichtig die ausgestellten Bilder (oder das Thema des Events) in der Interaktion mit Menschen zu zeigen. Dabei achte ich immer darauf, dass eine „Aktion“ erkennbar ist, wie im folgenden Bild sichtbar…

Gussmagg-Murpark-10

 

 

Tipp 4 – Kameraeinstellungen

Wenn man sich überlegt, wo die Schwierigkeit in der Eventfotografie liegt, dann merkt man schnell, das es die – meist – relativ schwierigen Lichtverhältnisse sind. Gerade bei Gruppenfotos oder Aufnahmen der Totale ist es wichtig, alles im Bild scharf abzubilden. Das bedeutet eine kleinere Blende zu verwenden. Und wie wir wissen, zieht das – bei gleichbleibender ISO – eine längere Belichtungszeit nach sich. Mein Tipp – rauf mit der ISO ;-). Natürlich nicht zu weit, denn auch ein Bildrauchen ist auf Gruppenfotos eher unschön. Aber – je nach Kamera – bis ISO 640 sollte es mit minimalem Rauschen gut funktionieren. Damit haltet ihr auch bei kleiner Blende die Belichtungszeit relativ hoch und verhindert so, dass Bewegungen der Personen bei Gruppenfotos zu unerwünschten Unschärfen führen!

 

Tipp 5 – Gruppenfotos

Neben den Kameraeinstellungen (siehe Tipp 4) spielen auch hier Perspektive und Schärfentiefe eine wichtige Rolle. Achtet immer auf das vorhandene Umgebungslicht! Alle Personen sollten gleichmäßig ausgeleuchtet sein! Positioniert die Personen nicht zu nah am Hintergrund. Dies ermöglicht nicht nur das Spielen mit der Schärfentiefe, sondern verhindert auch harte Schatten am Hintergrund! Und nicht zuletzt – in der Kürze liegt die Würze 😉 Was mein ich damit? Wenn ihr die Gruppe aufstellt, solltet ihr eure Kameraeinstellungen bereits getroffen und vor allem getestet haben! Sprecht mit den Personen, unterhaltet sie und gebt immer konkrete Anweisungen. Außerdem zähle ich immer von 3 runter, damit alle wissen, wann sie ihr schönstes Lächeln aufsetzten, die Augen öffnen und in die Kamera schauen sollen. Kontrolliert am Bildschirm der Kamera unbedingt nach der ersten Aufnahme die Schärfe in den Gesichtern (Augen) der fotografierten Personen. Sollte diese nicht sitzen – nochmal fotografieren! Unbedingt zu vermeiden sind dabei Sätze wie „Oje, das is gar nix“ oder „Hmm, nein, nein, nein, das wird so nichts“. Das klingt zwar logisch, passiert in der Praxis aber vor allem ungeübten Fotografen. Gebt den Personen vor eurer Kamera immer ein positives Gefühl! Hier ein Beispiel von gestern.

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So, das waren meine 5 Tipps zum Thema Eventfotografie am Beispiel der Zustellungseröffnung gestern im Murpark in Graz. Ich hoffe, es war wieder der eine oder andere interessante Tipp für euch dabei. Sollte euch das Thema Event- und Gruppenfotografie interessieren, im Herbst gibts dazu einen Workshop mit mir!

Bis bald

Christian

 

 

 

2 Gedanken zu “+++ 5 Tipps zur Eventfotografie – Shooting Ausstellungseröffnung Murpark +++”

  • Drei mal „Gefällt mir“ – Gussmagg-art, deine Event-Fotografie und die Tipps dazu – es lebe das Schöne!
    (freu mich schon auf den Wochenend – Bummel durch die Ausstellung) Hoffe ich finde den Kurpark im Murpark GLG

    • Danke Gabriele! Jaja, da hat die Autokorrektur wieder einmal gnadenlos (aber lustig) zugeschlagen… Und ich habs gefühlte 10 mal überlesen 😉 lg Christian

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