Hey Leute,

heute gibts hier wieder mal Tipps & Tricks und zwar zum Thema Sportfotografie. Alle Tipps die hier beschreiben werden gelten natürlich nicht nur für Sportaufnahmen, denn wenn man sich überlegt was diese Art der Fotografie ausmacht – Schnelligkeit, Bewegung und Action – sieht man sehr schnell Parallelen zur Fotografie von Kindern, Tieren, Autos und vielem mehr.

Tipp 1 – Kameraeinstellungen
Ausgehend von oben erwähnten „Kennzeichen“ der Sportfotografie kommt man sehr schnell zu folgendem Ergebnis: der Modus TV (Canon) bzw. S (Nikon) ist das Mittel der Wahl. Dieser Modus ermöglicht es euch, die Belichtungszeit und den ISO-Wert einzustellen und der Kamera die Wahl der passenden Blende zu überlassen. Gerade wenns um Eishockey – vor allem im Hobby- oder Jugendbereich – geht, bzw. Sport der in Hallen gespielt wird, sprechen wir von schlechten Lichtverhältnissen und relativ weiten Entfernungen zu den Sportlern. Hier ist also ein lichtstarkes Telezoomobjektiv (zB 70-200mm, 1:2,8) von Vorteil. Sollte euer Objektiv nicht ganz so lichtstark sein, dann müssen wir das mit Hilfe einer höheren ISO wieder ausgleichen. Achtet bei der Wahl des ISO-Wertes darauf, dass sehr hohe Werte zu recht starkem Bildrauschen führen können. Aber auch hier gilt: besser ein scharfen Bild MIT Rauschen, als ein unscharfes, verwackeltes Bild OHNE rauschen. Abgesehen davon ermöglichen uns viele Programme zur Nachbearbeitung eine Rauschreduzierung. Um möglichst flexibel zu sein, kann hier auf die Auto-ISO Einstellung zurückgegriffen werden. Achtet dabei darauf, dass ihr für die Auto-ISO den Maximalwert bei den meisten Kameras selbst bestimmen könnt!

Schlechtes Beispiel: Hier hab ich ein Foto für euch, bei dem zwar wenig bis kein Bildrauschen zu sehen ist, dafür ist es eben in den entscheidenden Bereichen unscharf – eher suboptimal 😉 Der Fehler: zu kurze Belichtungszeit!

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Tipp 2 – Bildausschnitt
Hier gilt in der Sportfotografie – get close – also wähle einen engen Ausschnitt! Damit fühlt sich der Betrachter nicht überfordert durch viele Spieler, sondern „sieht“ direkt, was ihr ihm zeigen wollt. Mittendrin satt nur dabei 😉 ist hier das Motto.

Schlechtes Beispiel: Hier sieht man viele Spieler auf dem Eis, keinen Puck – also keinen Hauptdarsteller und Anhaltspunkt für diesen Sport – und somit hat man keine Ahnung was einem der „Künstler“ damit sagen wollte…

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Besseres Beispiel: Je näher ihr an die „Action“ kommt, desto deutlich wird die Aussage eures Bildes und jeder weiß, was ihr mit diesem Bild ausdrücken wollt…

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Tipp 3 – Das Spielgerät – beim Eishockey also der Puck – ist der Hauptdarsteller
Also achtet bei euren Fotos darauf, das es – mit freien Auge – sichtbar ist. Wenn ihr den Betrachtern eurer Fotos erzählen müsst worauf sie achten sollen, ist das Foto vermutlich nicht ganz so gut geworden 😉

Gutes Beispiel: Hier seht ihr nicht nur den Puck, sonder „fühlt“ geradezu wie dieser in Kürze im Tor landen wird 😉

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Tipp 4 – Details
Immer ein guter Tipp ist es Details zu fotografieren. Gerade wenn ihr Fotobücher oder Diashows von euren Ergebnissen erstellt sind das wichtige Bilder um die „Stimmung“ besser transportieren zu können. In unserem Fall – Sportfotografie – sollten diese eindeutig dem Thema zuzuordnen sein.

So wie hier…

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Tipp 5  – die „Stars“ einzeln darstellen
Dieser Tipp gilt eigentlich für jegliche Form der Fotografie. Im Sport gibt es immer „Typen“, Stars, die diesen Sport prägen. Bei Fotos von Kindergeburtstagsparties ist der „Star“ recht einfach auszumachen – oder!? Ihr wisst was ich meine. Der Spieler auf meinem Foto steht symbolisch für diesen Typ.

Gutes Beispiel: Zwar ist der Puck nicht sichtbar, aber der Schläger, der sich durch die Kraft des folgenden Schusses förmlich zu biegen schein, gibt genug Eindruck von der Dynamik des Spiels.

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So, und jetzt wünsch ich euch viel Spaß und gutes Gelingen, wenn ihr diese Tipps beim nächsten Mal selbst ausprobiert…

Bis bald, machts gut

Christian

 

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