MEINE 7 TOP-TIPPS FÜR DIE LANDSCHAFTSFOTOGRAFIE    

Hey Leute,

heute hab ich wieder mal ein paar Praxistipis für euch. Passend zum Photowalk vom vergangenen Samstag gibt´s heute meine 7 Top-Tipps zur Landschaftsfotografie. Los
geht´s…

Tipp 1 – Das richtige Licht

Einer der wichtigsten Tipps in der Landschaftsfotografie ist es, auf das richtige Licht zu achten. Während wir im Urlaub oder in unserer Freizeit möglichst wolkenlosen, strahlend blauen Himmel bevorzugen, sollten wir das in der Landschaftsfotografie ganz schnell wieder vergessen 😉 Denn da heißt es am besten früh aufstehen, lange aufbleiben oder bei wolkigem Himmel fotografieren. Zweifels ohne sind die Minuten rund um Sonnenauf- bzw. -untergang lichttechnisch das Gelbe vom Ei. Aber warum? Nun ja, weil das Licht dabei sehr weich ist und nahezu keine Schatten verursacht. Und einen eben solchen Effekt haben Wolken. Die fungieren als riesige Softbox und ermöglichen euch so tolle Aufnahmen den ganzen Tag über! Also nutzt die wolkenlosen Tage lieber zur Erholung und genießt die Natur.

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Dieses Bild wurde nach Sonnenuntergang erstellt – in Graz übrigens

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eigentlich ein gutes Bild – nur die Schatten sind viel zu hart (Venedig)

Tipp 2 – Drittelregel

Wendet bei eurer Bildgestaltung die Drittelregel an. Die meisten Kameras bieten die Möglichkeit diese Art der Aufteilung im Sucher und/oder auf eurem Display anzuzeigen. Versucht das zentrale Motiv auf einen der vier Schnittpunkte zu platzieren und schon werden eure Aufnahmen viel spannender – probierts doch mal aus. Und noch was! Wenn der Himmel spannender ist, bekommt der 2/3 eures Bildes, ist der „Boden“ spannender bekommt eben der 2/3.

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1/3 Himmel (der schaut ja nach oben hin immer gleich aus) und 2/3 Landschaft, denn da tut sich was!

Tipp 3 – Achtet auf die Schärfe

In den meisten Fällen lebt die Landschaftsfotografie von Bildern, die gestochen scharf sind – und zwar von vorne bis hinten. Während wir bei Portraits unscharfe Hintergründe, Bokehs usw. bevorzugen, wollen wir genau das in der Landschaftsfotografie nicht! Das bedeutet, wir starten bei Blende 8, denn je geschlossener eure Blende ist, also je höher eure Blendenzahl, desto wahrscheinlicher ist es, dass alles im Bild gleich scharf abgebildet wird. Dies sorgt – gerade bei nicht ganz so perfekten Lichtverhältnissen – für längere Belichtungszeiten, was mich zu Tipp 4 bringt…

Tipp 4 – Fotografiert mit Stativ

Ihr wisst, wenn eure Belichtungszeiten zu lang werden – und das passiert bei eher geschlossenen Blende recht schnell – könnt ihr diese verwicklungsfrei nicht mehr aus der Hand halten. Natürlich könntet ihr eure ISO raufschrauben und so eure Belichtungszeiten verkürzen, aber das führt zu verrauschten Bildern. Also ist der Idealfall ISO 100, eine Blende ab 8 und – ja genau – ein Stativ. Dieses ermöglicht euch auch durch das weitere Schließen der Blende, absichtlich längere Belichtungszeiten zu „erzwingen“ und so weichere Bewegungen in Wasser, Wolken & Co zu bekommen. Verstärken könnt ihr das durch ND-Filter

Tipp 5 – Versucht es mal mit ND-Filtern

ND-Filter sind Aufsätze für eure Objektive, die der Kamera vorgaukeln, dass es dunkler ist als in Wirklichkeit. Je nach Dichte des Filters könnt ihr so eure Belichtungszeiten auch bei strahlendem Sonnenschein auf 10 Sekunden und mehr bringen. Das lohnt sich im Speziellen bei Wasser – solltet ihr mal versuchen. ND-Filter gibts in unterschiedlichen Qualitäten, einzeln und in Sets und das um verhältnismäßig günstiges Geld. Vor allem wenn man bedenkt, wie toll eure Fotos damit aussehen werden!

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mit ND-Filter bei strahlender Sonne – lange Belichtungszeiten machen „weiches“ Wasser

Tipp 6 – Macht doch mal ein Panorama

Ihr alle wisst, was ein Panorama ist. Ich verrate euch heute, mit welchen einfachen Tipps eure Panoramas noch besser werden.

(A) Fotografiert Panoramas im Hochformat! Keine Angst, am Ende kommt ohnehin ein Querformat raus, nur ist die Gefahr etwas „abzuschneiden“ viel, viel geringer!

(B) Überlappt die Bilder jeweils um 1/3. Das bedeutet das rechte Drittel des einen Bildes ist das linke Drittel des Folgebildes, usw…

(C) Mehr ist mehr. Fotografiert einen größeren Ausschnitt, als ihr später benötigt. Hier gilt, wegschneiden geht immer, aber was nicht drauf ist, ist nicht drauf 😉

(D) Dreht nicht nur euren Oberkörper sondern dreht euch als Ganzes. Glaubt ihr nicht? Probierts aus!

Zusätzlich kennzeichne ich das Bild vor dem ersten Foto des Panorama und nach dem letzten Foto des Panoramas, indem ich einfach einen Finger ins Bild halte. Ihr glaubt nicht um wieviel einfacher ihr damit unter all euren Aufnahmen die findet, die ihr zu einem Panorama machen wollt.

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Panorama aus 9 Hochformatfotos

Tipp 7 – Achtet auf die Bildränder

Versucht euch neben dem eigentlichen Objekt eurer „Begierde“ vor dem Drücken des Auslösers auf die Bildränder zu konzentrieren. Achtet dabei darauf, das keine störenden Elemente im Bild sind oder durch das Bild gehen – ihr werdet sehen, das steigert die Qualität eurer Bilder enorm.

So, das waren meine persönlichen Top 7 für die Landschaftsfotografie! Wenn ihr noch Tipps habt, oder Fragen zu den einzelnen Punkten, schreibt es einfach in die Kommentare.

Viel Spaß beim Ausprobieren und gutes Gelingen!

Bis bald,

Christian

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