Hey Leute,

ab jetzt gibts (mindestens) einmal die Woche meine TECHNIK TIPPS. Und heute gehts um die Belichtungsmessmethoden bei DSLRs. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass die Belichtungsmessung in der Kamera eine sogenannte Objektmessung ist. das heißt, dass nicht das Licht der Lichtquelle gemessen wird (wie mit einem Belichtungsmesser), sondern das Licht, das vom fotografierten Objekt reflektiert wird.

Eure DSLRs bieten im wesentlichen drei verschiedene Einstellungsmöglichkeiten. Diese haben meist nichts mit den Autofokusmessfeldern zu tun, auch wenn die Belichtung beim Fokussieren gemessen wird.

Spotmessung:

Hierbei wird ausschließlich jener Punkt zur Belichtungsmessung heran gezogen, der im Autofokuspunkt liegt. Das bedeutet, egal wo sich euer Fokuspunkt befindet, dort wird auch die Belichtung gemessen und für das gesamte Bild aus diesem Punkt berechnet. Wenn ihr also beispielsweise auf eine Blüte fokussiert und dabei die Sportmessung für die Belichtung verwendet, wir diese auf der Blüte gemessen. Die Kamera sorgt dann dafür, dass die Blüte korrekt belichtet wird. Das bedeutet aber auch – und hier kommt die wirklich wichtige Information – dass der Hintergrund bzw. der Rest des Bildes nicht in der Messung berücksichtigt wird und damit zu hell oder zu dunkel werden kann. Man kann also sagen, dass 100% der Belichtung des Bildes im Autofokuspunkt gemessen werden.

 

Mittenbetonte Messung:

Bei der Mittenbetonten Messung ist der Bereich in der Bildmitte der gemessen wird, größer als bei der Sportmessung. Außerdem macht dieser Bereich nur etwa 75% der Belichtungsmessung aus und ist NICHT an den Autofokuspunkt gekoppelt – er ist also IMMER in der Bildmitte. Des weiteren kann die Größe des Bereichs (je nach Kameramodell) unterschiedlich groß sein, bzw. die Größe in der Kamera eingestellt werden.

Die restlichen 25% der Belichtungsmessung fallen dem Randbereich des Bildes – also der Umgebungshelligkeit zu. Ich verwende diese Messmethode gerne in der Portraitfotografie um nicht nur mein Motiv, sondern das Motiv UND den Hintergrund in die Belichtung mit einfließen zu lassen.

 

 

Matrixmessung:

Die Matrixmessung unterscheidet sich vor allem auch dahingehend von den beiden zuvor erwähnten Messmethoden, dass die Kamerahersteller eigene „Vorgaben“ in die Belichtungsmessung mit einbringen. Wichtig ist, dass hierbei der gesamte Bildausschnitt zur Belichtungsmessung heran gezogen wird. Innerhalb dieses Bereichs gilt den Autofokuspunkte nochmal eine besondere Aufmerksamkeit. Dort werden Helligkeit und Farben nochmals gesondert berücksichtigt. Des weiteren spielt auch der Abstand zum Motiv eine Rolle. Und zu guter letzt vergleicht die Kamera diese Informationen dann mit einer Art „Bilddatenbank“, um die „beste“ Belichtung für das gesamte Bild zu ermitteln. Klingt kompliziert – is es auch 😉

Wenn beim Fotografieren keine extremen Lichtsituationen (keine starken Kontraste, kein starkes Gegenlicht) vorherrschen, leistet diese Messmethode sehr, sehr gute Arbeit!

 

So, ich hoffe, ich konnte euch mit diesem TECHNIK TIPP die Belichtungsmessung in der Kamera näher bringen, da ich aus meinen Seminaren weiß, das diese in der Praxis immer wieder für Verwirrung sorgt.

 

Wenn ihr Fragen oder spezielle Wünsche für die weiteren TECHNIK TIPPS habt, einfach in die Kommentare posten!

Viel Spaß und bis dann,

Christian

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code